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Mit Mathe vom Himmel auf die Erde
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Mit der Schirmherrschaft von Frau Bundesforschungsministerin Annette Schavan steht das Wissenschaftsjahr 2008 unter dem Motto Mathematik. Alles, was zählt. Das Wissenschaftsjahr macht der Öffentlichkeit die Vielfalt und Bedeutung der Mathematik deutlich und soll insbesondere Kinder und Jugendliche für diese spannende Wissenschaft begeistern. Die Volkssternwarte Hagen, seit mehr als fünfzig Jahren in der wissenschaftlichen Breitenbildung tätig, hat das Thema aufgegriffen und zusammen mit dem Amt für Geoinformation und Liegenschaftskataster und der Astronomie AG der Heinrich-Heine-Realschule der Stadt Hagen ein Projekt zum Mathematikjahr initiiert. Aufgabe ist es, aus Beobachtungen der Sternwarte auf den örtlichen Verlauf der Bahn eines Kleinplaneten im Hagener Planetenmodell zu schließen. Als Kleinplaneten oder auch Planetoiden bezeichnet man eine enorme Ansammlung von Himmelskörper zwischen der Mars- und Jupiterbahn, die man sich wie fliegende Felsbrocken vorstellen kann (siehe Bild rechts).
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Man schätzt die Anzahl dieser Klumpen auf mehrere Millionen, wovon derzeit etwa 350000 katalogisiert und vermessen sind. Diese Kleinplaneten werden im Hagener Planetenmodell pauschal durch eine Bronzeplatte im Volkspark dargestellt (linkes Bild). In dem Projekt „Mit Mathe vom Himmel auf die Erde sollte die Bahn eines speziellen Asteroiden dargestellt werden. Die Wahl fiel auf die im Jahre 1864 in Düsseldorf entdeckte Alkmene, ein ca 60 km großer Gesteinsbrocken. Im Maßstab des Hagener Planetenmodells läuft die Bahn ebenfalls durch den Volkspark. Die Schüler der Astro AG und die Auszubildenden des Katasteramtes unter der Leitung von Dr. Ralph Brinks und Marcel Klein, Sternwarte Hagen, werteten die durch die Teleskope der Sternwarte gewonnenen Daten aus und berechneten den Verlauf der Bahn im Planetenmodell.
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In aufwändiger Arbeit wurden die Bahndaten von den Auszubildenden des Amtes für Geoinformation und Liegenschaftskataster der Stadt Hagen unter der Leitung von Michael Berwe in den Volkspark eingemessen. Es ist für das Hagener Planetenmodell eine Premiere, dass eine (echte) Ellipse eingemessen und dargestellt wurde. Aufgrund des geringeren Aufwands wurden in der Vergangenheit immer nur Kreisbahnen eingemessen. Alle Projektpartner, Katasteramt, Astro AG und Sternwarte sind durch den Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1777-1855), den viele noch von den alten 10 D-Mark Banknoten kennen, verbunden. Gauß ist der Begründer der modernen Vermessungslehre und hat sich auch in der Astronomie, speziell in der Bestimmung von Asteroidenbahnen betätigt.
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Am 28. Mai war es dann soweit: das Ergebnis der Bahnvermessung wurde im Hagener Volkspark unter tatkräftiger Mithilfe der Schüler der Heinrich-Heine-Realschule präsentiert. 150 Schüler aller Jahrgangsstufen stellten in einer Menschenkette das Stück der Alkmene-Bahn dar, das durch den Volkspark verläuft. In Wirklichkeit braucht der Kleinplanet sechs Wochen für diesen im Modell ca. 100 Meter langen Abschnitt. Zuletzt war Alkmene, die für einen Umlauf um die Sonne gut vier einhalb Jahre braucht, von Ende November 2007 bis Mitte Januar 2008 in diesem Bereich.
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